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Wir leben noch

Dieser Beitrag wurde von Cornelia Amann am veröffentlicht.

Hallo Ihr Lieben, es wird so langsam Zeit, dass wir mal wieder was von uns hoeren lassen. Wir sehnen uns so langsam wieder danach weiter zu segeln. Am 19. gehts mal wieder auf die Azoren, unsere Lady kommt aus dem Wasser. Wir wollen vor dem Sommer nochmal checken ob allles in Ordnung ist. Das Seeventil vom Motor muss gewechselt werden, es sieht nicht mehr so gut aus.

….und auch sonst ist einiges zu putzen und zu richten. Anfang des Jahres haben wir unserer Lady schon mal einen Besuch abgestattet. Der Besuch war sehr ernuechternd.

Es fing schon damit an, dass wir ungewollt in Lissabon uebernachten mussten, weil der Flieger wegen Nebels nicht landen konnte und wir deshalb den Anschlussflug verpassten. Wir haben die Zeit genutzt um uns die Marina dort anzusehen. Wir waren uns dann einig, da muessen wir nicht mehr unbedingt hin.

Am naechstens Tag nachts um zehn kamen wir dann endlich in unserer Marina an. Wir wollten den Landstrom anschließen „kein Strom“ na suuuper. Paul stellte dann fest, dass der FI Schalter ausgeloest hat
….und der gesamte Innenbereich des Stromschrankes feucht ist. Trocken foenen geht nicht ohne Strom!
Und jetzt? Paul hat dann ein neues Abflussrohr, welches wir mitgebracht hatten, weil wir die alten auswechseln wollten an unsere Schiffsheizung montiert und so warme Luft in den Stromschrank geblasen, und tatsaechlich eine halbe Stunde spaeter hat der FI Schalter funktioniert und wir hatten Strom. Gott sei Dank!

Alles im Schiff war feucht und glamm. Ist total unangenehm in ein feuchtes Bett zu liegen. Wir haben die Feuchtigkeit auf den Azoren wohl total unterschaetzt und haben das Schiff nach der langen Ueberfahrt viel zu nachlaessig verlassen. Wir haben 10 Tage lang das Schiff entfeuchtet, und alles wieder sauber gemacht. Ich hab jeden Schrank mit Essigwasser ausgerieben und die ganze Waesche getrocknet und wie schon in der Karibik alles vakumiert. Ich hab mich nicht nur einmal geaergert, dass wir im Juni unsere Lady so fluchtartig verlassen haben.
Jetzt steht auch ein Entfeuchter im Salon, so wie es sich gehoert. Bin mal gespannt wie wir sie dieses Mal aussieht.

Mit unseren weiteren Reiseplaenen befinden wir uns gerade in der Findungsphase. Sollen wir auf die Kanaren? Oder nach Galizien? Oder doch wieder zurueck ins Mittelmeer und zurueck an den Start unserer Reise nach Kroatien? …..oder doch durch den Panamakanal? Auf der Messe in Duesseldorf haben wir uns viele Eindruecke geholt. Wir wollen den Bauch entscheiden lassen. Unsere Bauchentscheidungen waren meistens die besten.

Eigentlich wollten wir noch einen Winter auf den Azoren bleiben, aber in den letzten Wochen hatten wir in unserer Marina immer wieder ueber 50 Knoten Wind, kein gutes Gefuehl, obwohl wir einen sehr geschuetzen Liegeplatz haben in Praia da Vitoria. Wir werden diesen Sommer auf den Azoren geniessen und dann mal sehen was der Bauch sagt.

Die Azoren

Dieser Beitrag wurde von Cornelia Amann am veröffentlicht.

In einer kleinen Geschichte heisst es „Als Gott das Wetter schuf, brauchte er viele Engel, die ihm dabei helfen. Einer dieser Engel hatte immer nur Bloedsinn im Kopf und machte einfach nicht was Gott ihm auftrug. In den Tropen liess er es schneien, am Nordpol machte er so viel Hitze, dass die Eisberge schmolzen. Da wurde Gott sehr boese und verbannte den widerspenstiges Engel auf ein paar kleine Inseln mitten im Atlantik, auf die Azoren, und da treibt er heute noch sein Unwesen“. Auf diesen Inseln findet man an einem Tag alle vier Jahreszeiten. Aber gerade dieses Wetter macht die Vegetation auf den Azoren so unbeschreiblich schön, hier waechst alles was man sich vorstellen kann.

Wir haben uns einfach mit dem Wetter arrangiert und uns entsprechend angezogen. Wir hatten immer eine Fleecejacke und eine Regenjacke im Rucksack. Aufs Baden verzichten wir hier freiwillig bei einer Wassertemperatur von 16 Grad. Wir gehen hier lieber wandern.

Wir fuehlen uns sehr wohl auf diesen Inseln, die Menschen hier sind sehr freundlich und hilfsbereit. Es ist schoen wieder in Europa zu sein. Ein Abendessen ist wieder bezahlbar und ueberhaupt ist das Essen hier sehr lecker egal ob Fisch oder Fleisch. Die Bordkueche blieb in den letzten Tagen unserer Reise sehr oft kalt.

Jede Insel hat ihren eigenen Charme, sind alle vulkanischen Ursprungs. Die Inseln wurden zu Beginn des 15. Jahrhunderts erstmals betreten. Sie wurden von Diego de Silves entdeckt, der von Heinrich dem Seefehrer beauftragt wurde nach dem Ende der Welt zu suchen.

Horta auf der Insel Fajal ist fuer die meisten Segler der erste Stopp bei ihrer Atlantikueberquerung und der Treffpunkt aller Segler ist „Peter´s Cafe“ bekannt fuer seinen Gin Tonic. Hier trifft man Segler aus aller Welt.

Horta ist auch bekannt fuer seine bemalte Hafenmauer,

jeder Segler, der mit seinem Boot den Atlantik ueberquert hat sollte sich auf der legendaeren Haufemauer verewigen, es soll Glueck fuer die Weiterfahrt zum Festland bringen. Das haben wir natuerlich auch gemacht.

Wir haben natuerlich auch die Insel erkundet. Sehr eindrucksvoll ist der Leuchtturm an der Suedwestkueste von Horta. Dort spuckte vor 60 Jahren ein Vulkan ein ganzes Jahr lang. Vier Kilometer hoch ragten die Aschesaeulen in den Himmel, dadurch entstand „Neues Land“ an der Ponta Caplinhos, die Insel ist jetzt 2,4 qm groesser.

Als naechsten Stop haben wir uns Sao Jorge ausgesucht. Wir liegen im Hafen von Velas im Schutz von beeindruckenden Felswaenden. Wir gehen am naechsten Tag wandern, wir sind total beeindruckt von der ueppigen Natur. Wir finden hier Hortensienstraeucher soweit das Auge reicht. Leider sind die Blueten noch nicht offen, schade! Wir muessen hier unbedingt naechstes Jahr wieder hierher kommen um die Hortensien bluehen zu sehen.

Hier gibt es aber noch ein ganz besonderes Phaenomen. Gleich nach Sonnenuntergang ist an der Hafenmauer Treffpunkt fuer hunderte von Moewen. Sie fliegen abwechselnd durch die Luft und kreischen die ganze Nacht durch. Hier ist jede Nacht Vogelparty angesagt. So etwas haben wir noch nie erlebt.
Inzwischen sind wir in Praia do Vitoria auf Terceira gelandet, hier bleibt unsere Lady fuer ein Jahr und wir fliegen von hier aus nach Hause, wir freuen uns unsere Familie und unsere Freunde wieder zu sehen, und vor allem unsere Enkelkinder. Die Insel werden wir ganz gemuetlich im Oktober erkunden.

Ankunft auf den Azoren 30. Mai 2018 Tag 15

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Am 30. Mai um 13 Uhr motoren wir ueber die Ziellinie von Horta und wurden von Marc und Manuel von der ARC freudig begruesst!
Wir haben es geschafft, wir sind da! Wir sind ohne Problem und ohne Schaeden hier angekommen.

Die letzten zwei Tage waren ganz schoen anstrengend, der Wind hat sich wie vorhergesagt auf Ost gedreht, wir mussten gegen den Wind bei zweieinhalb Meter Welle motoren. Das war ziemlich ruppig! Dazu kam, dass die Naechte empfindlich kalt und sehr feucht wurden, nichts mehr wurde trocken, Decken, Kissen Klamotten alles war nass.

Nachdem ich gegen Mittag noch einen Kuchen gebacken hatte, habe ich meinen Dienst als Smutje eingestellt. Joachim hat sich dann, getrieben vom Hunger, gegen Abend aufgerafft und uns eine Gulaschsuppe gekocht. In einem Youtube Video wurde das Thema Seekrankheit passend beschrieben. „Wenn Du Seekrank bist, hast Du Angst dass Du stirbst, wenn Du wirklich Seekrank bist, hast Du Angst, dass Du ueberlebst. Apfelkuchen hilft, der geht genauso gut hoch wie runter.“ Ok so schlimm war es dann bei uns doch nicht, aber so richtig wohl war uns auch nicht.

Apropo Krankheiten, es gab da noch so eine seltsame Krankheit an Bord. Klaus -Dieter hat es erwischt, sie nennt sich das „Ruskesche Fallsyndrom“. Die Symptome sind wie folgt, der Patient liegt auf der Luvseite der Cockpitbank, bei einer etwas groesseren Welle, wird er dann unsanft von der Bank auf den Boden kalapultiert, der Patient hat danach dann einen etwas wirren Gesichtsausdruck. Das schlimme ist, die Krankheit ist ansteckend, in mehr oder weniger regelmaessigen Abstaenden fliegen einzelne Crewmitglieder unsanft von der Cockpitbank, auch Joachim hat es ziemlich erwischt.!!!! So wie es aussieht gibt es keine Medizin dagegen.

Ab jetzt wird es bei uns gemuetlich!!!
Wir haben einen Liegeplatz fuer ein Jahr in Praia da Vitoria auf Terceira, also werden wir genuegend Zeit haben die Azoren ausgiebig zu erkunden.

Azoren 28.05.2018 Tag 13

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noch 280 sm bis Horta, wir segeln gerade gemuetlich mit 5,5 Knoten dahin, so koennte es bis Horta weiter laufen.
So langsam kommen wir in Ankunftsstimmung! Komisch, sobald der Kopf sagt „nur noch drei Tage“ kann man die Ankunft kaum erwarten und ist auch nicht bereit einen Tag laenger zu segeln. Die ersten Segelboote der Flotte haben den Hafen schon erreicht, aber unsere Lady ist kein Rennboot, und wir moegen´s auch eher gemuetlich. Nur noch zweimal Zaehne putzten, dann kommen wir an, so zaehlen wir die Tage!

Inzwischen sind die Naechte angenehmer, da wir fast Vollmond haben, es ist einfach schoener den Horizont zu sehen, allerdings ist es auch merklich kaelter geworden, ohne dicke Jacken und warme Hosen waere es viel zu kalt.
Seit Tagen sehen wir immer wieder ganze Rudel von Delphinen, die mit unserer Lady um die Wette schwimmen. Sie spielen mit dem Bug und Heiko rennt jedes Mal panisch nach vorne um die Delphine zu filmen.
Nur mit dem Fischen klappt`s bei unserem Fischerman nicht so richtig, er erfindet jeden Tag neue Begruendungen warum wohl kein Fisch bei ihm anbeist! So zum Beispiel, dass alle Fische ausgestorben sind, oder die Delphine ihm alle Fische von der Angel runterfressen, oder der fast gefangene Fisch so gross war, dass die Angelschnur abgerissen wurde, einen Fisch musste angeblich sogar wieder freilassen weil er so gross war, dass er unser Schiff wieder zurueck in die Karibik gezogen haette. ….und einen Wal moechte unsere Crew auch noch gerne sehen!

Laut Wettervorhersage beschert uns Neptun vermutlich heute noch gute Winde, dann dreht sich der Spiess allerdings, das Azorenhoch wandert mehr nach Osten und macht einem Tief Platz, das uns Gegenwinde bringt. Hoffen wir mal, dass diese Winde nicht so stark sind und wir gegenan motoren koennen, wir haben ja noch genug Sprit an Bord.

….hinter uns bildet sich ein riesiges Tief, das bis weit in den Sueden reicht, ich glaube der Wettergott hat es richtig gut mit uns gemeint, weil wir bis es kommt hoffentlich schon im Hafen von Horta sind!!!!!

Azoren 25.05.2018 Tag 10

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Wir flitzen gerade mit 25 Knoten halbem Wind und gerefftem Gross und Genua Richtung Horta. Wir haben den Auslaeufer von einem Tief erwischt und kommen zuegig voran.

Gestern war eigentlich Flaute angesagt, Neptun hat uns aber nicht im Stich gelassen und uns 18 Knoten Wind geschickt, leider zu achterlich. Wir waren einfach zu langsam. Wir haben den Kurs nur um 10 Grad angepasst und schon hatten wir funsegeln pur, und das durch die ganze Nacht!

Nach einem schwierigen Start mit unserem neuen Wetterprogramm Seaman Pro der Wetterwelt muss ich das Programm jetzt auch mal loben. Ich kann die Daten zu jeder Tageszeit ueber SSB Funk holen und ins Programm einlesen. Es macht richtig Spass mit dem Programm zu arbeiten und die fuer uns richtige Route auszutuefteln. Gerade auf dieser Route, wo ein Tief nach dem anderen durchzieht ist es wichtig Stuermen aus dem Wege gehen zu koennen, und das hat bisher prima geklappt.

Die Stimmung ist super an Bord und wir freuen uns nur noch 665 sm von Horta entfernt zu sein

Azoren 23.05.2018 Tag 8

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Es regnet, hat über 20 Knoten Wind und drei Meter Welle von der Seite, ich hab mich in den Salon verkrochen, hier ist es gemuetlicher, ich hab ja keine Wache!
Eigentlich haben wir heute damit gerechnet dass wir Flaute haben und motoren muessen, aber der Wetterbericht aendert sich taeglich. Das Tief kommt doch naeher als geplant. Wir bleiben im Sueden, hier sind die Wetterbedingungen besser. Viele unserer Mitsegler sind schon nach Norden gesegelt und segeln jetzt wieder nach Sueden. Wir halten uns fest an die Gribdaten der Wetterwelt und segeln erst nach Norden wenn der Wind weniger wird.

Der Wachplan zu viert ist im uebrigen doch viel entspannter als nur zu dritt. Wir haben tagsueber je vier Stunden Wache und Nachts nur zwei Stunden. Nachts schlaeft immer ein zusaetzlicher Mann (oder Frau) an Deck, falls der Wachhabende Hilfe braucht. So bekommt jeder genuegend Schlaf.

Ansonsten geht es uns allen gut, wir haben eine sehr harmonische Crew, wie beim letzten Mal auch.
Heute abend gibt es nur eine schnelle Kueche bei der Welle, Heikos Muesli hat es heute schon von einer Seite der Kueche auf die andere katapultiert und sich auch dementsprechend entleert.

Uebrigens haben wir heute Bergfest!!!
Das heisst nur noch 900 sm bis Horta

…..und wir sind seit Kroatien 10.000 m gesegelt. Das muss gefeiert werden!

Azoren 21.05.2018 Tag 6

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Seit gestern frueh um halb neun segeln wir wieder. Es is jetzt 20 Uhr und wir laufen unter Passatbesegelung mit 6 bis 7 Knoten Richtung Azoren, es sind noch 1137 sm bis Horta.
Die naechsten zwei Tage werden wir noch ordentlich Wind zwischen 20 und 25 Knoten haben, wir muessen einem kleinen Tief mit 37 Knoten ausweichen.
Wir muessen auf dieser Etappe immer das aktuelle Wetter im Auge behalten, da ein Tief nach dem anderen von USA Richtung Azoren zieht und die Situation sich taeglich aendert.

Inzwischen wird es auch schon ein bischen kaelter, die Wassertemperatur ist von 26 Grad auf 21 Grad zuruekgegangen.

Sonst gibt es nicht viel Neues, Heiko hat immer noch keinen Fisch gefangen, aber wir haben einen riesigen Schwarm Delphine gesehen, die Stimmung ist gut an Bord.

Azoren 19.05.2018 Tag 4

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Zwei Tage und zwei Naechte konnten wir unter Genaker segeln, das hat uns riesigen Spass gemacht. Die Crew hatte Zeit sich auf unserer Lady einzuleben Seit gestern mittag um drei laueft der Motor, der Wind ist fast weg!

Wir motoren noch mehr Richtung Norden um in die Westwindzone zu kommen und hoffen, dass wir die Segel heute mittag wieder setzen koennen.

Heute Nacht haben wir einen grossen Schrecken bekommen. Im Vorschiff schlug immer wieder etwas kraeftig gegen den Rumpf.! Was ist das? Wir mussten feststellen, dass sich der Anker selbststaendig gemacht hat und durch die Welle und trotz Sicherung immer wieder gegen die Bordwand geknallt ist. Wie konnte das passieren?

Heute frueh haben sich die Maenner dann des Problems angenommen und festgestellt, dass in die neue Fernbedienung der Ankerwinsch Wasser reingelaufen ist und einen Kurzschluss verursacht hat, mit der Folge, dass die Ankerwinsch den Anker ins Wasser lassen wollte, da er aber gesichert war fiel er nur aus der Ankerfuehrung und hat deshalb gegen den Rumpf geschlagen. Mitten im Atlantik ankern macht ja auch nicht wirklich Sinn!?
Wir werden wohl kuenftig die Sicherung fuer die elektrische Ankerwinsch unterwegs ausschalten. Unglaublich was alles passieren kann.

Sonst geht es uns prima! Joachim hat sich einen Sonnenbrand geholt, der leidet ein bischen. ….und Heiko hat immer noch keinen Fisch gefangen!

Azoren 17.05.2018 Tag 2

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Bei 10 Knoten Wind und ruhiger See segelten wir gestern unter Genaker mit 5 bis 6 Knoten durch die erste Nacht. Es laeuft also ganz gut.

Am Montag abend haben wir unsere reparierte Fock und unser umgenaehtes Grossegel bekommen. Das Gross ist noch nie so gut in den Rollmast gelaufen. ….und das allerbeste, unser Freund Joachim hat unseren Wassermacher repariert.

Wir sehen einen strahlenden Kapitaen!!!

Gestern Frueh um elf ging es los zu unserer zweiten Etappe auf die Azoren. War ein total spannender Start. Die Startlinie war in der Lagune und wir segelten durch den engen Kanal der Bucht. Wir segeln jetzt erst mal Richtung Norden um in die Westwindphase zu kommen, erst dann biegen wir ab Richtung Osten.

….wir warten schon auf die Kommentare „wollte ihr etwa nach Groenland segeln?“

Tortola bis Bermuda 11.05.2018 Tag 7

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Geschafft!!!!
am Freitag frueh um fuenf sind wir in Bermuda angekommen und ankerten erst mal in der Bucht. Die Einfahrt war nochmal spektakulaer, da wir bei Nacht die Riffeinfahrt nach St. George suchen mussten. Die Einfahrt ist zwar gut betonnt, aber die eine oder andere Tonne ist gar nicht befeuert, was bei Nacht nicht so lustig ist. Wir haben auch eine unbefeuerte Tonne fast gerammt. Puhh das war knapp.

Nach der sehr angenehmen Einklarierungsprozedur konnten wir uns dann in die Marina verholen und wurden auch gleich freudig von den anderen ARC Schiffen und von Manuel und Marc von der ARC begruesst. Als Empfang gab es gleich mal einen Dark`n stormy fuer uns, das ist das typische Getraenk in Bermuda ein Cocktail aus Gosling`s Rum und Gingerbeer, und das ganze morgens um neun!! oioioi.

Wir sind hier in Bermuda in einer anderen Welt, hier ist alles sauber und aufgeraeumt. Wir freuen uns mal wieder eine intakte Infrastruktur vorzufinden. Man sieht es an den Haeusern, dass die Menschen hier in der Regel wohlhabend sind (Das durchschnittliche pro Kopfeinkommen soll bei 90.000 Dollar liegen). Man findet hier richtig tolle Villen mit grossen schoenen Gaerten, und es gibt endlich auch mal wieder Blumen. Wir geniessen es mal wieder ein kleines Staedtchen in der Naehe zu haben in dem man ein wenig flanieren kann und mal einen Kaffee trinken kann (der ist aber nicht billig!)

Bermuda wurde im Jahr 1503 entdeckt, aber erst durch den Schiffbruch von Sir George Somers bekannt. Seine gestrandete Crew waren die ersten Menschen, welche Bermuda besiedelten. Bermuda ist die aelteste Kolonie Englands.

Jetzt muss erst mal die Todo- Liste der Lady abgearbeitet werden. Der Segelmacher kommt auch promt am gleichen Tag und holt die zerrissene Fock ab. Gestern hat er sich noch das Grossegel angeschaut und auch mitgenommen, er wird den Schnitt des Segels ein wenig aendern, damit wir es besser einrollen koennen. Hoffen wir mal, dass er am Montag oder spaetestens am Dienstag damit fertig wird. Ansonsten chillen hier ein wenig und treffen uns abends mit den anderen Seglern beim Rahmenprogramm,welches die ARC immer wieder organisiert. Wir geniessen die wenigen ruhigen Tage vor der naechsten, und vermutlich auch schwierigeren, Ueberfahrt auf die Azoren.