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„Es gibt Tage da verlierst du“

Dieser Beitrag wurde von Paul Amann am veröffentlicht.

Unser Sohn Oli haette gesagt“ Es gibt Tage da verlierst du“. Dieser Tage war definitiv gestern. Nachdem wir vorgestern gut in Kalkan angekommen sind war unser Plan gestern frueh, solgange das Wetter noch nicht so stuermisch ist Richtung Fehtiye weiter zu segeln. Wir sind dann auch schon um sechs Uhr in der Frueh aufgestanden und wollten gerade anfangen zu fruehstuecken, als wir per Funk die Mitteilung erhielten, dass das tuerkische Militaer am Strand von Patara eine Uebung macht und dieses Gebiet vor 16.00 nicht befahren werden darf. So war das natuerlich nicht geplant, also alle zurueck nach Kalkan. Wir wollten ja sowieso mal roemisch katholisch anlegen ueben. Der Morgen verlief dann relativ gemuetlich. Um 14.00 Uhr dann die Nachtricht vom Hafenmeister „Die Militaeruebung ist zu Ende“. Also los, obwohl Jutta gerade in Kalkan ihren uebervollen Geldbeutel leeren wollte. Im Hafen war es zu dieser Zeit relativ Windstill. Draussen wurden wir dann von 30 kn Wind empfangen und einer 2 Meter hohen Welle. Nach einer Stunde gegenanfahren mit hoechstens 3 Knoten Fahrt, haben wir aufgegeben. Also in windeseile zurk nach Kalkan (zurk sind wir dann auch dank des Windes 7 Knoten gesegelt). Unser Platz war allerdings belegt, und beim Versuch neben einem Guelett zu ankern haben wir uns zu allem Uebel noch in einem anderen Anker verfangen. Na` super!! Laut Hafenmeister war dieser Platz allerdings privat,folglich konnen wir dortnicht bleiben, aber der Hafenmeister meinte, dass in ein paar Minuten ein Platz frei werden wuerde, da ein Segelboot auslaufen wollte. Also warten wir vor dem Hafen bis der Platz frei wird, so der Plan. Der Platz wurde aber nicht frei. Der Wind hatte zwischenzeitlich etwas nachgelassen, deshalb wurde kurzfristig umgeplant, wir versuchen es nochmal Richtung Norden zu kommen. 5 Minuten spaeter wieder 30 Knoten Wind. Und jetzt?? Wir koennen nur noch in der Yesilkoey Bucht vor Kalkan uebernachten. Das Ankermanoever bei 25 Knoten Wind war entsprechend unangenehm. Ensprechend inzwischen auch die Stimmung des Skippers. So viele Fehlentscheidungen an einem Tag verkraftet er halt nicht. Das Ankermanoever klappte aber trotz der widrigen Umstaende dann doch ganz gut und wir lagen trotz viel Wind ziemlich ruhig.

Den Plan nach Fetiye zu segeln haben wir auf Grund der Wettervorhersagen aufgebeben. Es gab zwei Mlichkeiten entweder ein neuer Versuch in Kalkan einen Platz zu finden oder aber nach Kas zu segeln. In Kalkan war dann tatsaechlich ein Platz frei,und das war dann auch die richtige Enscheidung, obwohl wir am Nachmittag, nachdem uns ein Schwabenschiff den Anker wieder rausgerissen hat,das Ankermanoever nochmals ueben mussten. Im Nachhinein stellte sich aber „gottseidank“ heraus, dass der Skipper ein Duesseldorfer war, und somit war die „Ehre“ der Schwaben wieder hergestellt.

Wir werden wohl die naechten Tage in Kalkan verbringen. Am Montag soll das Wetter wieder besser werden, Jutta werden wir dann am Samstag von Kalkan aus verabschieden.

Das ist eben segeln, man weiss nie was der naechste Tag mit sich bringt.

…Oh, eines muss ich noch erwaehnen, Jutta und ich waren im Hamam. Ich kann nur sagen „Genial“. So sauber waren wir schon lange nicht mehr.

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Ein Gedanke zu „„Es gibt Tage da verlierst du“

  1. Klaus-Dieter Ruske

    Hallo Ihr Schwaben, also ich bezweifele ernsthaft, dass das ein Düsseldorfer Skipper war! Düsseldorfer Skipper reißen keine Anker raus, die fahren sich höchstens ihre Heckleinen in die Schraube. Das war 100%ig ein zugereister Stuttgarter 🙂 und überhaupt: solche rassistischen Beiträge gehören sich nicht auf einer öffentlich zugänglichen Webpage. So, das musste mal gesagt werden. Weiterhin viel Spaß:) Klaus-Dieter, askipper aus Bayern

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