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Barbate

Dieser Beitrag wurde von Cornelia Amann am veröffentlicht.

Gestern Früh hieß es planmäßig, um zehn „Leinen los“. Die ersten Seemeilen mussten wir wieder mal Motoren, zu wenig Wind. Auf einmal kam bei uns die Frage auf „was ist denn das da Vorne? Sieht man da vielleicht schon Afrika?“ Kann ja eigentlich nicht sein, aber da Vorne war was. Eine halbe Stunde später wussten wir es. Es war Nebel. Ist schon ein bisschen unheimlich, fast wie in „Fluch der Karibik“. Der Wind nahm dann auch zu und wir konnten die Segel hissen. Aber um 15 Uhr lagen wir dann auch festgezurrt in der Marina Barbate, trotz Nebel und Gottseidank ohne Piraten aus der Karibik. Die Marina ist nicht wirklich einladend, man liegt vor einer Betonmauer und sieht nichts außer Beton und auf der Mauer manchmal einen joggenden Spaniern oder Spanierin.
Aber für eine Nacht ist das in Ordnung. Aus der einen Nacht wurden dann zwei Nächte. Wir haben den Wetterbericht nochmal gecheckt und uns heute fürs Wandern entschieden. Es ging fast nur auf Sandwegen zum nächsten Örtchen, Los Canos de Meca, mit tollem Blick auf das Cap Trafalgar. Am Ende waren es dann doch 16 km. Ganz schön anstrengend auf der Sandpiste.
Morgen Früh wollen wir dann endgültig das Abenteuer Gibraltar wagen. So langsam wird es wirklich zum Abenteuer, in der Straße von Gibraltar sollen sich wohl einige Orkas niedergelassen haben, und die verteidigen jetzt ihr Revier vor den Seglern. Man hört immer wieder, dass Schiffe gerammt werden, oder, dass sie das Ruder zerstören. Heute ist ein deutscher Segler in die Marina gekommen, der heute über seinen Funk einen Angriff mitverfolgt hat. Ein bisschen mulmig ist uns schon. Wir haben die Notmeldungen über Funk vorsichtshalber nochmal gecheckt, hoffen aber, dass wir sie nicht brauchen. Das Problem hat im Hafen sehr schnell die Runde gemacht, wir werden deshalb morgen eine kleine Flottille mit 4 Schiffen bilden und zusammen durch Gibraltar segeln. Der Plan ist vor Allem so weit wie möglich in Landnähe zu bleiben, dort soll man geschützt sein. Wird schon klappen, vielleicht haben die Orcas Morgen einen freien Tag, weil sie ja heute mit Segelboote jagen beschäftigt waren.

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Ein Gedanke zu „Barbate

  1. Martin Rauscher

    Hallo Ihr Lieben, wir drücken Euch die Daumen, dass die Orcas sich vor Paul und seinem Bart fürchten und das Weite suchen. Die Idee mit den 4 Booten ist gut, wenn dann doch ein Ruder angenagt wird, dann kann man sich Gegenseitig helfen.
    Herzliche Grüße Martin und Sabine

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