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Start in die franzoesische Karibik

Dieser Beitrag wurde von Paul Amann am veröffentlicht.

Wir haben ueber eine Woche gebraucht um unsere Lady vom Schmutz zu befreien und sie wieder startklar zu machen. War ganz schoen anstrengend bei den tropischen Temperaturen. Unser Rastaman Vision hat tolle Arbeit geleistet. Das Teak ist nicht mehr schwarz sondern sieht wieder aus wie am ersten Tag und poliert ist unsere Lady auch. Nachdem wir mit einigen Startschwierigkeiten dann das Großsegel auch noch oben hatten (Paul wollte vor lauter Frust unser Schiff mal wieder verkaufen) stand einem Start nichts mehr im Wege.

Am Sonntag wurde in der Rodney Bay, mit Rumpunsch und Livemusik, der Start der ARC 2017 auf den Kanarischen Inseln in Las Palmas gefeiert. Ein bischen Gaensehaut haben wir schon bekommen, letztes Jahr waren wir mit am Start. Am Abend haben wir uns dann nochmals mit unseren australischen Freunden von der „Perline“ zum Essen verabredet und siehe da, zufaellig sass ein Seglerpaar mit am Tisch, welches ebenfalls im Mai mit uns bzw. mit der ARC nach Europa/Portugal zuruecksegelt. So klein ist die Welt.

Ein kleiner Wehmutstropfen bleibt. Ein Besuch der Insel Dominica, es sollte ein Highlight fuer uns werden, ist derzeit nicht moeglich. Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt um irgendwas ueber die Insel zu erfahren, aber wir bekamen nur negative Informationen. Hurrikan „Maria“ hat die Insel voellig zerstoert. Es gab Ueberschwemmungen und ueber 60 Todesopfer. Es gibt kein Trinkwasser und auch keinen Strom, es fehlt den Menschen an Allem. Diese kleinen selbstaendigen Inseln haben keine grossen Mutterlaender im Hintergrund, welche sie finanziell unterstuetzen. Dem entsprechend hoch ist die Verzweiflung der Menschen auf der Insel. Die Kriminalitaet ist gestiegen und wir waeren mit unserem Boot vor Anker vermutlich ein potenzielles Opfer fuer einen Ueberfall. Schade! Wir haetten diese Insel gerne besucht, welche noch so urspruenglich sein soll, dass sie Columbus wohl als einzige Insel in der Karibik wieder erkennen wuerde.

Also werden wir vermutlich leider in einer Nachtfahrt von Martinique vorbei an Domenia direkt nach Guadeloupe segeln.

Gestern frueh hiess es dann Leinen los. Die Karibik zeigte sich von ihrer besten Seite mit 15 bis 18 Knoten Wind und einem schoenen Amwindkurs sind wir mit fast sieben Knoten Fahrt nach Le Marin auf Martinique gerauscht. Ich glaube die Idee im November noch nach Antigua zu segeln war gar nicht so schlecht. Die Winde kommen zu dieser Zeit meist noch aus Osten. Ab Dezember Januar drehen die Winde mehr auf Nordost was ein segeln nach Norden schwieriger macht, zudem werden die Winde dann auch wieder staerker.

In Martinique angekommen, haben wir schnell festgestellt, dass wir wieder in Europa sind, es gibt frisches Brot, auch Dunkles, es gibt Kaese und und und…..

auch die Preise sind auch wieder vernuenftger. Eine Uebernachtung z.B. in der Rodney Bay Marina kostete 50 EUR, hier nur 32 EUR. Wir nutzen den Marinatag um kraeftig im Carrefour einzukaufen schliesslich bekommen wir ja „from Helmut aus dem Black Forrest“ und meiner Schwaegerin besuch und wir wollen ja nicht, dass die beiden Hunger und Durst leiden muessen. Morgen verlassen wir dann die Marina und gehen 3 sm weiter nach St. Anne. Wir chillen jetzt diese Woche noch ein bischen rum, dann holen wir die Beiden in Fort des France ab.

ein Opfer des Hurrikans

 

 

 

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